top of page

Ben Willikens, Projektion, 1977

Preis

600,00 €

Ben Willikens ist einer der bedeutendsten zeitgenössischen deutschen Maler, bekannt für seine kühlen, menschenleeren und architektonisch geprägten Werke. Sein Stil wird oft dem Magischen Realismus oder einer metaphysischen Form der Sachlichkeit zugeordnet. Willikens wurde 1939 in Leipzig geboren und studierte bei dem berühmten Realisten Karl Schmidt-Rottluff in Berlin.

 

Sein Markenzeichen ist die Auseinandersetzung mit dem Raum. In seinen Bildern finden sich strenge Perspektiven und Fluchten und reduzierte Farbpaletten (oft Grautöne oder Weiß-Nuancen). Das fast vollständige Fehlen von Menschen und die sterile, fast klinische Atmosphäre spenden Ruhe, aber auch Melancholie und können Beklemmung auslösen. Die Anstaltsbilder der 70er Jahre machten ihn berühmt. Er malte karge Krankenzimmer, leere Flure und Metallbetten – inspiriert von einem eigenen Klinikaufenthalt. Sie thematisieren Isolation und institutionelle Kälte.

 

Ben Willikens war nicht nur als Künstler aktiv, sondern auch ein einflussreicher Lehrer. Von 1999 bis 2004 war er Rektor der Akademie der Bildenden Künste in München. Seine Werke hängen heute in den großen Museen weltweit, darunter im MoMA in New York oder in der Pinakothek der Moderne in München.

 

Auflage: 1/77. Größe: 29 x 33 cm

bottom of page