


R. Chevallier, 1982
750,00 €
R. Chevallier präsentiert hier eine Arbeit aus dem Jahr 1982, die eine dichte, fast bühnenhafte Atmosphäre ausstrahlt. Ein Glücksgriff mit Fokus auf den narrativen Surrealismus oder die phantastische Figuration. Chevallier ist bekannt für diese Art der traumartigen, feingliedrigen Kompositionen der frühen 80er Jahre. Sein Stil ist unverwechselbar und handwerklich auf sehr hohem Niveau.
Es handelt sich um eine Mischtechnik auf Papier (Aquarell, Tusche und Gouache). Die Kombination aus transparenten Farblasuren im Himmel und den deckenden, pastosen Akzenten bei der Schnecke und dem Hasen verleiht dem Werk eine hohe plastische Qualität.
Vor dem Hintergrund der Häuser treffen zwei symbolträchtige Tiere aufeinander: ein weißer Hase und eine große, grün-braune Schnecke. Das leuchtende Himmelblau kontrastiert stark mit den erdigen Braun- und Schwarztönen im Hintergrund.
Hase & Schnecke: Ein klassisches Paradoxon von Geschwindigkeit versus Langsamkeit. In dieser Ruinenlandschaft wirken beide Tiere jedoch eher wie Wächter oder Totemtiere. Architektur: Die Architektur im Hintergrund und der kahle Baumstamm links verstärken das Gefühl der Vergänglichkeit (Vanitas). Es ist eine Welt, in der die Natur die Trümmer der Zivilisation zurückerobert.
